Jagdhunde Ausbildung

Bis ein Hund zu einem verlässlichen Jagdhund ausgebildet ist, kann es bis zu zwei Jahre und länger dauern. Der Weg dahin bedeutet Arbeit,Ausdauer und Geduld.

Jagd ohne Hund?

Wie ein alter Spruch schon besagt; Jagd ohne Hund ist Schund.

In zwei Dritteln aller Jägerhaushalte lebt mindestens ein Hund.

Warum braucht der Jäger einen Jagdhund?

Eine weidgerechte Jagd ohne Hund ist nahezu unmöglich. So manches Niederwild könnte gar nicht bejagt werden. Am wichtigsten ist er aber – unabhängig von der Wildart – bei der Nachsuche sowie der Nachsuche nach einem Verkehrsunfall, also wenn es darum geht das gejagte/kranke Tier zu finden. Zudem bereichert der Hund die Erlebnisqualität. Für einen Jäger gibt es nichts Schöneres als das gemeinsame Jagd- und Naturerlebnis mit dem eigenen Hund.

Was bei einem Hund zu beachten ist?

Der Hund ist ein Rudeltier. Wir, die Menschen, sind seine Familie, sein Ersatzrudel. Das heißt: Je mehr sich der Hundebesitzer mit seinem Hund beschäftigt, desto besser wird die Verständigung und letztendlich das Vertrauen zwischen Hund und Herrl. Das Tier braucht die nötige Zuwendung und vor allem den der jeweiligen Rasse entsprechenden Auslauf.

Jagdhunde werden seit Jahrhunderten speziell für die Jagd herangezogen. Sie brauchen das Jagderlebnis, das liegt in ihrem Naturell. Durch dieses gemeinsame Erleben entsteht mit der Zeit eine tiefe Beziehung zwischen Mensch und Tier, zwischen Jäger und seinem Jagdhund. Wer sich einen Jagdhund kauft und ihn nur in der Stadt, oder – noch schlimmer – nur in der Wohnung hält, tut dem Tier und letztendlich sich selbst nichts Gutes, spätestens dann, wenn aus Langeweile Schuhe, Möbel und Pölster zum Zeitvertreib herhalten.

Ausbildung eines Jagdhundes:

Bis ein Hund zu einem verlässlichen Jagdhund ausgebildet ist, kann es bis zu zwei Jahre und länger dauern. Der Weg dahin bedeutet Arbeit. Spielerisch werden dem Hund alle wesentlichen Anforderungen beigebracht: in Hundeschulen, aber vor allem durch die tägliche Arbeit des Jägers mit seinem Hund. Am Ende der vorläufigen Ausbildung steht die Jagdhundeprüfung. In Österreich ist der ÖJGV (Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verband) seit rund 100 Jahren offiziell mit den Agenden des Jagdhundeprüfungswesens sowie der Aus- und Weiterbildung der dazu erforderlichen Leistungsrichter betraut. 

Absolut verpönt unter Jägern ist das elektronische Halsband, auch Teletac genannt. Mit diesem ist es möglich dem Hund mittels Fernbedienung elektrische Impulse zu versetzen. „Härte ist keine gute Erziehungsmethode für einen Jagdhund“, ist der generelle Tenor unter den Weidmännern und -frauen.

Welpe oder fertiger Hund?

Ein Jäger zieht einen Welpen einem fertig ausgebildeten Hund in der Regel vor. Denn die Ausbildungszeit ist nicht nur eine schöne Arbeit für beide, sondern vor allem das zentrale Element der Vertrauensbildung. Schönes wird geteilt und Fehler können rasch erkannt und ausgebessert werden.

Was aber sowohl für Welpen, als auch fertige Hunde gilt: Der Erwerb sollte unbedingt über Spezialvereine oder Züchter erfolgen.

 

Rüde oder Hündin?

Die tägliche Praxis beweist, dass sich Rüde und Hündin gleich gut für die Jagd eignen – wenn sie richtig ausgebildet sind. Dennoch gibt es Unterschiede, die man kennen muss. Hündinnen sind zwei Mal im Jahr läufig. In dieser Zeit ist eine Jagd mit ihnen nicht möglich. Rüden sind sturer und vor allem dann schwerer zu führen, wenn sie ihrem Drang nachgeben und überall ihre Duftmarken hinterlassen.

Ob Hündin oder Rüde ist am Ende des Tages Geschmackssache. Vor- und Nachteile wiegen sich auf. Und dennoch werden männliche Welpen leichter verkauft als die weiblichen Tiere eines Wurfs.

Welche Eigenschaften braucht ein guter Jagdhund?

 Die Aufzucht von Jagdhunden im heutigen Sinn begann vor rund 100 Jahren. Seitdem werden die im Jagdbetrieb notwendigen Anforderungen an den Hund weiter gefestigt und gewünschte Merkmale ständig verbessert. Großer Wert wird vor allem auf den Geruchssinn sowie Wasser- und Apportierfreudigkeit gelegt. Besonders wichtig ist die Schussfestigkeit. Das bedeutet, dass sich der Hund nicht erschreckt, wenn geschossen wird. Weitere wichtige Eigenschaften eines Jagdhundes sind das zeitgerechte Lautgeben, also zum Beispiel wenn ein Wild gesichtet wurde und der Wille, einer Spur – der Fährte – bis zum Stück zu folgen.

 

Was beim Kauf eines Jagdhundes zu beachten ist:

Der Jäger muss sich genau überlegen für welches Revier er den Jagdhund einsetzen will. Dementsprechend ist die Art zu wählen. Welche Rasse es dann letztendlich wird ist absolute Neigungssache. Das Temperament von Hund und Herrl sollte aber zusammen passen.

 

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